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24.05.2008

Deutscher Katholikentag in Osnabrück - Du führst uns hinaus ins Weite

Spielen, Träumen, Faulenzen und ihre Bedeutung für die Entwicklung von Kindern

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Spielen – träumen - faulenzen - scheinen nutzlos und sind doch so bedeutsam für die Entwicklung von Kindern.

Wir wissen aus der Hirnforschung, dass für eine Entfaltung des Menschen die ganzheitliche Nutzung der menschlichen Möglichkeiten nötig ist. Beim "Spielen, Träumen und Faulenzen" werden komplexe Verknüpfungen im Hirn genutzt und damit ausgebildet. Wenn wir dieses "Begreifen und Erfahren der Welt" durch Freiräume beim Spielen, Träumen oder Faulenzen zu früh einer nur spezifischen Förderung opfern, laufen wir Gefahr, dass unsere Kinder die Welt nicht ausreichend entdecken und Schwierigkeiten haben, ihren Platz darin zu finden.

Spielen, Träumen, Faulenzen und ihre Bedeutung für die Entwicklung von Kindern
Frau van Melis begrüßt Herrn Bergmann im Familienzentrum des
Katholikentages Osnabrück

 

Spielen, Träumen, Faulenzen und ihre Bedeutung für die Entwicklung von Kindern
Die "Orgelpfeifen" - Impro-Theatergruppe unter Leitung von Frau Friederike
Niederdahlhoff, Kollegin und Leiterin der ev. FABI. Szenen zum Thema als
Auftakt und zur kreativen Unterbrechung.

 

Spielen, Träumen, Faulenzen und ihre Bedeutung für die Entwicklung von Kindern

Herr Bergmann, Erziehungswissenschaftler und Leiter eines Instituts für Kinderpsychologie und Lerntherapie in Hannover, sowie Buchautor trägt seine Haltung zum Thema vor und untermauert diese mit Beispielen aus seiner Praxis. Er empfiehlt sich von der Faszination des Kindes leiten lassen, seine Freude und Offenheit wach zu halten, so dass Kinder bei „freiem Lernen“ viele Prozesse der Versöhnung mit der Welt erarbeiten. Wenn sie eine „Liebe zum Leben“ lernen und sich tragfähig gebunden wissen, sind das gute Bedingungen für gelingendes Leben.

In der Abmoderation verdeutlichte Frau van Melis den Zusammenhag des Podiumsthemas mit den christlichen Werthaltungen für ein "Leben in Fülle".

Der Glaube der Christen fokussiert ebenfalls auf die Entfaltung der Talente, die Gott jedem Menschen in dieses Leben mitgegeben hat. Er sieht den Menschen als Gottes Ebenbild, der zu einem "Leben in Fülle" berufen ist und dies in Selbst- und Nächstenliebe verwirklichen kann. Dieses Zusammenspiel von Werthaltungen und früher Förderung von Kindern als ein "Fit machen für das Leben" reizte die Vorbereitungsgruppe des Arbeitskreises Familienzentrum als Grundgedanken für das Podiumsthema.

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