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Am vergangenen Samstagnachmittag ging es im Mehrgenerationenhaus Haste noch bunter zu als gewohnt. Rund 100 Gäste kamen – trotz grauem Regenwetter – in das Begegnungszentrum in Haste, um das Fest "Gemeinsam durch das Jahr" mitzuerleben.

 

lebens-glaubenswelten-gemeinsam-1Die Leiterin der Einrichtung, Jasmin Serk, freute sich sichtlich, so viele Gäste im Mehrgenerationenhaus zu begrüßen. Dabei machte das Haus seinem Namen alle Ehre: Vom Säugling bis zum Senior waren alle Altersgruppen vertreten. Dass die Besucher zudem ganz unterschiedliche kulturelle Hintergründe mit sich brachten, hatte neben der Diversität des Stadtteils vor allem mit dem Thema der Veranstaltung zu tun. Denn hinter dem Motto "Gemeinsam durch das Jahr" verbirgt sich der lockere Austausch über Lebens- und Glaubensfragen über die verschiedenen Religionen und Konfessionen hinaus.

In Gestalt einer Podiumsdiskussion, die von der Leiterin der Katholischen Familien-Bildungsstätte (FABI), Christiane van Melis, moderiert wurde, teilten vier Vertreterinnen aus dem Islam, der Katholischen sowie Rum-Orthodoxen Kirche ihre religiösen Überzeugungen mit dem interessierten Publikum. Fragen wie "Woran glaube ich?" und "Wie lebe ich meinen Glauben?" bildeten das Zentrum der Diskussion. Dabei räumten die vier sympathischen Frauen mit etlichen Vorurteilen auf. So erklärte eine der beiden Muslimas, dass es ganz verständlich für sie sei, ihren deutschen Nachbarn zu Weihnachten eine Karte zu schreiben: "Das gehört für mich einfach dazu, weil ich ja deren Religion auch respektiere."

lebens-glaubenswelten-gemeinsam-2Dass das Thema der Veranstaltung den Nerv der Zeit getroffen hat, zeigten die vielen Fragen, die im Anschluss an die offizielle Diskussion an die Gesprächsteilnehmerinnen gestellt wurden. Am Ende überwogen die Meinungen, dass uns – trotz aller Unterschiede – doch mehr verbinde als trenne. Abgerundet wurde das Programm durch die musikalischen Beiträge eines großartigen russischen Duos bestehend aus Gesang und Piano.

Das Fest fand im Rahmen des Projekts "Lebens- und Glaubenswelten teilen" statt, welches vergangenes Jahr von der FABI ins Leben gerufen wurde, um die Potenziale älterer Mitbürger für die Belange von Kindern zu aktivieren. Ehrenamtliche essen zusammen mit den jungen Gästen, unterstützen sie bei den Hausaufgaben oder diskutieren mit ihnen über Glaubensfragen. Wer sich für ein solches oder ähnliches Ehrenamt interessiert, erhält hier oder telefonisch unter 0541-358680 nähere Informationen.

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